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Humor

Auszug aus einem Selbsthilfebuch für Katzen

Das Zusammenleben mit den Menschen.
D
ie meisten Katzen wissen instinktiv, wie man sich richtig zu benehmen hat. Da aber auch eine Fellnase nie auslernt, hier ein paar Benimmregeln, um beim Menschen im besten Licht zu erscheinen.

  • Waschen
Wir Katzen wissen um die Wichtigkeit der Hygiene und verwenden einen großen Teil des Tages mit der akribischen Pflege unseres Fells. Unsere fast nackten Schutzbefohlenen jedoch, sind da arm dran! Ihre Zunge ist degeneriert und eignet sich nicht mehr zur Reinigung, so versuchen sie tapfer mit anderen Hilfsmitteln, wie künstlichen Zungen, auch Waschlappen genannt, unter der missbräuchlichen Verwendung von Wasser (das trinkt Katze doch höchstens) ihren nahezu haarlosen Körper sauber zu halten.Es ist unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen und ihnen so unsere tiefempfundene Fürsorge zuteil werden zu lassen. Regelmäßiges Gesichtabschlecken ist also unumgänglich! (Es ist allerdings wichtig, dabei immer Würde zu bewahren).
Am einfachsten geht es übrigens, wenn sie schlafen. Dann halten sie meist still.
  • Allgemeine Tips für ein harmonisches Miteiander
Denke immer daran, Deinen Menschen ganz besonders aufmerksam zu begrüßen, wenn er mit gefüllten Einkaufstüten den ersten Schritt über die Türschwelle macht. Werfe Dich ihm direkt vor die Füße und sei fasziniert von der menschlichen Grazie bei dem verzweifelten Versuch, Dich nicht zu treten.
Spielen ist ein wichtiger Teil deines Lebens. Sieh' zu, dass du tagsüber genug Schlaf bekommst, um dann munter genug für nächtliche Spiele zu sein.
Hier einige Lieblingsspiele, die du spielen kannst: Bergsteigen; Aufs Bett springen, Fellmaus unter der Bettdecke verstecken.
Schlafe nachts immer auf deinem Menschen - das hindert ihn daran, sich im Bett unkontrolliert zu bewegen.

  • Gäste
Wenn Menschen eine Party feiern, suche immer nach einer Person, die allergisch ist und setze dich auf ihren Schoß.
Setze eine überraschte und verletzte Mine auf, wenn Du beschimpft wirst, weil Du nach dem Essen auf dem Tisch zwischen dem Geschirr spazieren gehst. Der Ausdruck sollte besagen: „Aber wenn kein Besuch da ist, darf ich das doch auch!“

  • Türen
Toleriere keine verschlossenen Türen! Um eine Türe öffnen zu lassen, stell dich auf die Hinterbeine und klopfe mit den Vorderpfoten gegen die Tür. Sobald die Türe geöffnet ist, musst du den Raum dahinter nicht notwendigerweise betreten. Nachdem du eine Türe nach draußen hast öffnen lassen, stehe halb draußen, halb drinnen, und denke über verschiedenste Dinge nach. Das ist besonders wichtig, wenn es draußen sehr kalt ist, es regnet oder schneit oder Stechmückensaison ist.
Handelt es sich um Terrassentüren, warte mit der Kratzaktion bis diese frisch geputzt sind. Dann warte, bis es regnet, gehe kurz raus um Luft zu schnappen, und wenn die Pfoten dann schön matschig und nass sind, kannst Du anfangen, durch Kratzbewegungen gegen die Scheibe, formschöne Bilder und Muster darauf zu gestalten.
Auf keinen Fall darfst du Katzentüren benutzen.
    
  • Erbrechen
Tabuisieren wir es nicht länger: Übelkeit kommt halt doch des Öfteren vor.
Wenn Du Dich übergeben musst, ist es wichtig, dass Du es schnell machst - es sei denn, Du liegst schon im Bett! Wenn nicht, dann versuche schnell ins Bett zu kommen.
Zumindest einen Sessel oder ein Sofa sollte man erreichen. Vergiss nicht, Dich, während Du Dich erbrichst, rückwärts zu bewegen, um sicherzustellen, dass die Größe des Fleckes mindestens der Größe eines nackten, menschlichen Fußes entspricht. Unbedingt zu vermeiden ist es, sich im Badezimmer, der Küche oder auf einem sonstigen kalten, gefliesten Boden zu übergeben. Ganz schlimm, wenn es einen auf dem Katzenklo erwischt!
 
Wenn Du einen Schoß zum Sitzen aussuchst, achte immer darauf, dass dieser auch einen guten Kontrast zu Deiner Fellfarbe abgibt. Beispiel: Eine weiße Katze sollte sich immer auf dunkle Schöße setzen.
Begleite Gäste immer auf die Toilette und beobachte, ob sie auch alles richtig machen. Es ist nicht nötig, dort etwas zu tun - setz dich einfach hin und starre sie an.
Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen liebt, behandle ihn mit hochmütigem Stolz, verhänge Deine Krallen in den Nylonstrümpfen (falls zutreffend), beiße ihn in den Fußknöchel oder wende eine Kombination der aufgeführten Möglichkeiten an.
Krieche grundsätzlich in die vom Gast mitgebrachten Taschen oder Aktenkoffer und durchwühle sie sorgfältig. Der Gast muss sich noch Wochen später über die darin hinterlassenen Haare freuen können.
     
  • Mahlzeiten
Friss niemals aus Deiner eigenen Schüssel, wenn Du Essen vom Tisch klauen kannst.
Trinke niemals aus Deiner Wasserschüssel, wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder besser noch, mit Milch) steht, aus dem Du trinken kannst.
Jammere niemals vor Hunger, bevor die Leute das Futter aus dem Schrank nehmen. Schreie dann aber so, als ob Du seit Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hättest.
Sobald das Futter in der Schüssel ist, sollte es erst mal ignoriert werden. Bevor Du Dich dann entschlossen hast zu fressen, verteile grundsätzlich die ersten drei bis vier Happen auf dem Boden und vor oder neben der Fressnapfunterlage.
     
  • Waschtag
Setzte Dich niemals in den Wäschekorb mit dreckiger Wäsche, sondern warte, bis diese sauber ist und vielleicht sogar noch warm vom Trockner. Dies ist sehr wichtig, vor allem bei Handtüchern. Hilf stets beim Wäschezusammenlegen! Zeige es den Menschen, wenn sie es Deiner Meinung nach nicht richtig gemacht haben, indem Du die Wäsche durch die Gegend schleifst. Sei immer beim Bettenmachen behilflich! Laken und Bettbezüge müssen angegriffen und gebissen werden, um sie gefügig zu machen.

  • Helfen
Wenn einer deiner Menschen beschäftigt und der andere frei ist, bleib bei dem, der beschäftigt ist. Das nennt man "helfen".
Wenn du einen Koch beaufsichtigst, setze dich hinter den linken Absatz des Koches. Dort kannst du nicht gesehen werden und hast daher eine größere Chance, dass er auf dich draufsteigt und du dann hochgehoben und getröstet wirst.
Liest dein Mensch gerade ein Buch, begib dich unter sein Kinn und schau, dass du zwischen Augen und Buch kommst...außer du kannst dich einfach auf das Buch selbst legen.
Bei Strick- Schreib- oder Bastelprojekten lege dich möglichst effektiv auf die Arbeiten, sodass du soviel wie möglich oder zumindest den wichtigsten Teil davon verdeckst. Tu so, als ob du schläfst, schlage aber ab und zu nach den Stricknadeln und Bleistiften.  Stick- und Näharbeiten geben großartige Hängematten ab - egal was die Menschen dir sagen. Der Arbeiter könnte auch versuchen, dich abzulenken - ignorier das! Das Ziel ist, zu "helfen"!!

Bei Menschen, die Rechnungen bezahlen (monatliche Aktivität), oder an Einkommenssteuererklärungen oder Weihnachtskarten arbeiten (jährliche Aktivitäten), behalte das Ziel im Hinterkopf: "helfen"!.
Setze dich zuerst auf das Papier, an dem gerade gearbeitet wird. Wenn man dich verscheucht, schaue traurig von der Seite aus zu. Wenn die Arbeit gut vorangeht, rolle dich über die Papiere und bemühe dich, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu verteilen. Nachdem man dich zum zweiten Mal verscheucht hat, werfe Füllfedern, Bleistifte und Radiergummis vom Tisch - immer einen nach dem anderen. Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht alleine bedienen müssen. Setze Dich auf den Schoß Deines Menschen und versuche die Typen zu fangen. Wenn es an der Zeit ist, Papier zu zerbeißen, dann warte bis der Mensch ein perfekt getipptes Blatt aus der Maschine zieht.

Noch schöner sind Computer! Warte, bis das Telefon klingelt und der Mensch den Computer verlässt und spiele „Katzen auf der Tastatur“. Du wirst staunen, was Du alles auf dem Bildschirm sehen kannst. Wenn jemand am Computer sitzt, rette ihn vor Verspannungen. Schleiche Dich heran, strecke Dich von hinten an die Lehne und ziehe die Krallen einmal knackend ins Leder. Der Mensch springt dann auf, Du wirst beachtet und er ist vor Verspannungen bewahrt.

Wenn ein Mensch eine Zeitung vor sich hält, spring auf die Rückseite der Zeitung. Sie lieben es!
 
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